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24.01.2010
Zwischenbericht vom Runden Tisch Heimerziehung

Der Runde Tisch Heimerziehung, der sich mit der Heimerziehung in der BRD zwischen 1949 und 1975 befasst, ist am Freitag, den 22.01.2010 vorgestellt worden. Am Runden Tisch arbeiten VertreterInnen von Kirchen, öffentlichen Trägern, Wohlfahrts- und Fachverbänden, Wissenschaftlern und Betroffenen an Möglichkeiten der Rehabilitation und Entschädigung betroffener ehemaliger Heimkinder.

Eine der zentralen Aussagen des Berichts (S. 46) lautet: "Der Runde Tisch sieht und erkennt, dass insbesondere in den 50er und 60er Jahren auch unter Anerkennung und Berücksichtigung der damals herrschenden Erziehungs- und Wertevorstellungen in den Einrichtungen der kommunalen Erziehungshilfe, der Fürsorgeerziehung und der Freiwilligen Erziehungshilfe jungen Menschen Leid und Unrecht widerfahren ist. Nach den vorliegenden Erkenntnissen hat er Zweifel daran, dass diese Mißstände ausschließlich in individueller Verantwortung Einzelner mit der pädagogischen Arbeit beauftragter Personen zurückzuführen ist. Vielmehr erhärtet sich der Eindruck, dass das 'System Heimerziehung' große Mängel sowohl in fachlicher wie auch in aufsichtlicher Hinsicht aufwies. Zu bedauern ist vor allem, dass verantwortliche Stellen offensichtlich nicht mit dem notwendigen Nachdruck selbst auf bekannte Mißstände reagiert haben. Der Runde Tisch bedauert dies zutiefst. Er hält daran fest, dass es einer grundlegenden gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Heimerziehung in dieser Zeit und den sich daraus ergebenden gesellschaftlichen und individuellen Folgen bedarf."

 

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